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Montag, 30. April 2007

Dem Himmel so nah - Weltwunder in Meteora

Von wirsindwech, 11:36

Ca. 4 Autostunden von Athen entfernt in Thessalien befinden sich die Metéora-Klöster. Sie gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Name „Metéora“ leitet sich ab von „meteorizo“, was so viel wie „in der Luft schwebend“ bedeutet. Dieser Name beschreibt die Lage der Klöster, die auf einem hohen Felsen gebaut wurden, sodass sie bei dunstiger Luft manchmal zu schweben scheinen.
 
Die gesamte Anlage besteht aus 24 einzelnen Klöstern, von denen heute nur noch sechs bewohnt sind. Die restlichen achtzehn Klöster sind entweder zu schwer zu erreichen oder wurden wegen Einsturzgefahr verlassen. Die 6 zu besichtigenden Klöster sind mittlerweile recht gut erschlossen und man kann diese per Fußweg und zahlreichen Treppen erreichen. Früher waren diese nur per waghalsige Lastenaufzüge erreichbar. Man wollte dort eben völlig zurückgezogen leben.
Wundert Euch nicht über das merkwürdige Outfit von Tanja auf den Bildern. Nackte Beine sind tabu und Kleider bzw. Röcke werden lieber gesehen als Hosen; Hosen tragende Frauen werden in einigen Klöstern gebeten, sich eine Schürze vorzubinden (deswegen).
Das kleinste Kloster, Agía Triáda, war übrigens Drehort für den James Bond-Film "In tödlicher Mission". Ausserdem gelten die Felsen von Meteora zu den beliebtesten Kletterzielen in Griechenland.
Am Besten Ihr schaut Euch mal die Bilder in unserem Fotoalbum an.
 
Wer sich für geschichtliche Details interessiert:
Die ersten nachgewiesenen Einsiedeleien gibt es in Metéora seit dem 11. Jahrhundert. Im Laufe der Jahre wuchsen diese Einsiedeleien zu einer organisierten Gemeinschaft nach Vorbild des heiligen Berges Athos zusammen und bildeten das Kloster Doúpiani.
Mit der Ankunft des von Athos geflohenen Mönches Athanasios im Jahr 1334 begann der Aufstieg des Klosterlebens in der Region. Zusammen mit seinem geistlichen Ziehvater Gregorios und 14 weiteren Mönchen, gründete er 1344 das Kloster Metamórphosis, auch bekannt als Megálo Metéoro. Athanasios stellte die in Metéora gültigen Regeln des Klosterlebens auf und wurde nach seinem Tod als Athanasios Meteorites selig gesprochen. Im Verlauf des 14. Jahrhunderts wurden weitere Klöster errichtet und die Anlagen durch fromme regionale Herrscher wie König Symeon finanziell und durch die Gewährung von Privilegien unterstützt. Im Laufe der Jahre entstanden so etliche Klöster und Einsiedeleien, deren Gründer nur zum Teil namentlich überliefert sind.


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