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Montag, 05. Dezember 2005

Mykene / Nafplio / Epidaurus

Von wirsindwech, 07:04

Obwohl kalendarisch das zweite Adventswochenende angezeigt wurde war die Wettervorhersage aber wie Frühling.

Strahlender Sonnenschein und 23°C luden zu einem schönen Ausflug ein. Wir wollten uns diesmal Richtung Peleponnes aufmachen. Dort sollten drei Top-Attraktionen aufwarten - Mykene / Nafplio / Epidaurus. Wem das nichts sagt, hier unsere kurze Tageszusammenfassung.

Nach ca. 150km oder zweistündiger Autofahrt von Athen erreicht man Mykene.

Die Burg von Mykene liegt beherrschend auf einem 278m hohen Hügel zwischen der Argolischen Ebene und den Bergen. Ein toller landschaftlicher Ausblick. Man betritt die Burg durch das berühmte Löwentor, in dessen Entlastungsdreieck das bekannte Relief mit zwei Löwen eingelassen ist. Das ganze steht auf mächtigen Monolithen. Ausserhalb der Burgmauern sind noch Fundamente einiger mykenischer Wohnhäuser zu sehen. Hinter dem Tor findet man eine große Grabanlage. Auf einer Rampe hinter dem Löwentor und dann links bergan steigend erreicht man den leider stark zerstörten Palast aus dem 15. Jahrhundert v. Chr. Unterhalb des Palastes sind ebenfalls viele Fundament von Wohnhäusern zu finden sowie ein Eingang zu einer 18m unter der Erde liegenden Brunnenkammer. 

Von Mykene fährt man ca. eine halbe Stunde Richtung Süden ans Meer um Nafplio zu erreichen.

Nafplio ist bekannt wegen des schönen Stadtbilds und der herrlichen Lage am Argolischen Golf unterhalb eines Felsens, der von einer Festung bekrönt wird. Das Stadtbild wird von engen Gassen, malerischen Plätzen und der hübschen Hafenpromenade geprägt, wo sich viele Cafes, Hotels und Tavernen aneinander reihen. 1828 war Nafplio sogar kurzzeitig Greichenlands Hauptstadt (wer hätte das Gewusst?). Leider hatten wir nicht viel Zeit um das wirklich schöne Flair der Stadt zu geniessen. Hier müssen wir noch mal her und ein Wochenende verbringen.

Weiter ging es zum letzten Hotspot auf unserem Tagesausflug. Eine weitere halbe Stunde Autofahrt Richtung Westen und man erreicht Epidaurus.

Epidaurus liegt in einer sanften Hügellanschaft und ist vor allem wegen dem berühmten Theater mit seiner einmaligen Akustik eine der Hauptattraktionen des Peleponnes. Das Theater ist noch immer hervorragend erhalten und fasst 14.000 Menschen. Im Sommer finden hier noch immer Theateraufführungen statt - das muss ein tolles Erlebnis sein. Die letzte Reihe ragt ca. 23m über der Orchestra. Neben dem Theater gibt es aber noch ein grosses Grabungsgelände. Hier bestanden Gästehäuser, ein Bad, Tempel sowie ein Stadion in dem alle vier Jahre Wettkämpfe stattfanden (war allerdings schon im 5. Jh. V. Chr.). Auf dem Grabungsgelände wird sehr viel restauriert und wieder aufgebaut. Jetzt versteht man auch, warum man 8,-€ Eintritt zahlen muss. Es lohnt sich aber wirklich.

Von Epidaurus aus fährt man dann wieder ca. 2 Stunden um nach Athen zu kommen.

Am Ende des Tages hatten wir zwar 350km mehr auf der Tachouhr - die Sehenswürdigkeiten entschädigen aber für den Aufwand. Und sogar den Jungs hat es gefallen die Treppen des Theater von Epidaurus hinaufzuklettern.

Fotos findet Ihr wie gehabt in unseren Fotoalben. Wir haben dafür auch gleich drei Fotoalben spendiert.

Viel Spass beim geniessen.

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