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Sonntag, 19. August 2007

Ionische Inseln

Von wirsindwech, 19:51

Ganz im Westen, unterhalb von Korfu, liegen die Ionischen Inseln.

Wir haben in unserem Urlaub drei davon besucht: Zakynthos, Kefalonia und Lefkada.

Zakynthos

Rund drei Autostunden von Athen entfernt liegt der kleine Hafen von Kyllini von dem man nach Zakynthos übersetzen kann. Nach etwas über einer Stunde ist man dann schon auf der Insel.

Es fällt auf, dass Zakynthos sehr grün ist. Kennt man die Kykladen Inseln ist es kein Vergleich. Landschaftlich ist es wirklich sehr schön. Außerdem gibt es dort noch die Karettschildköten die nachts an den Strand kommen um ihre Eier dort abzulegen. Diese Schilkröten werden bis zu 150kg schwer und 1m lang. Früher legten hier bis zu 1000 Schildkröten ihre Eier ab. Doch die "blöden" Touristen haben diese mehrheitlich vertrieben. Glücklicherweise stehen die Reptilien nun unter strenger Kontrolle und es wird viel getan sie zu schützen.

Ein weiteres Highlight auf dieser Insel sind die Blauen Grotten und das bekannte Schiffswrack. Man kann die Grotten mit einem Boot erreichen. Vorbei an bizarren Felsformationen fährt man in die Grotten hinein und kann dort im blau und türkis schimmernden Wasser baden.

Den Schiffswrack-Strand kann man nur vom Boot aus erreichen. In den 70er-Jahren ist das Schiff dort gestrandet und nun ein berühmtes Fotomotiv. Bilder von Zakynthos gibt's HIER.

Kefalonia

Nördlich von Zakynthos liegt Kefalonia. Herrliche Sandstrände und vielfältige Landschaft zeichnen die Insel aus. In der Meerenge an der Nordostküste lebt eine der letzten Kolonien der Mönchsrobbe. Diese Tierart ist vom Aussterben bedroht; ungefähr die Hälfte des weltweiten Bestands lebt in griechischen Gewässern.

Einen Bilderbuchstrand findet man in der herrlichen, von Felsen gerahmten Myrtos-Bucht.

Bilder davon findet ihr HIER.

Lefkada

Lefkada ist von Kefalonia mit der Fähre in einer Stunde zu erreichen. Lefkada ist auf der anderen Seite nur durch eine 0,5 bis 5km breite seichte Lagune getrennt. Nach Westen fällt die Insel meist schroff zum Meer hinab. Die bis zu 500m hohen hellen Felswände sind eine beeindruckende Kulisse für einige Sandstrände, die zu den schönsten der Ionischen Inseln gehören sollen. So auch Porto Katsiki. Diesen Strand wird Frank so schnell nicht vergessen - denn hier hat er sich einen Miniskusriss vom Treppensteigen geholt.

Bilder von Lefkada gibts HIER.

 

 


Dienstag, 26. Juni 2007

Ausgebucht

Von wirsindwech, 14:52

Von April bis Mai war "Pension Sinnecker" total ausgebucht. Die Auslastung des einizigen verfügbaren Gästezimmers lag bei fast 100%. Und das war gut so.

Angefangen haben Theda&Julchen, die Anfang April sogar schon den Strand geniessen konnten. Das Gästebett war noch nicht mal abgekühlt, da haben auch schon Jan&Sabina ihre Rolle als "angenehme Gäste" übernommen. Das Wetter war leider noch etwas wechselhaft - Strand und Fischtaverne waren aber trotzdem drin.

Maike&Martin liessen unser Gästebett auch nicht lange leer nachdem Jan&Sabina abgreist waren. Natürlich sind wir wieder ausgiebig am Strand gewesen (obwohl das Wetter für Anfang Mai noch ungewöhnlich unbeständig gewesen ist). Nach einem schönen Fischessen in Pireus musste auch noch der Mao-Club inspiziert werden - Martin meinte aber, dass das "Konzept" des Clubs nicht stimme (komisch, war der Laden doch Rappelvoll!?). Da hat er dann schon lieber Finn einige seiner zahlreichen Fussballtricks beibringen wollen.

Ende Mai sind dann Gabi, Tim & Ben eingeflogen. Nachdem dem obligatorischen Strandbesuch haben sie aber auch auf Kultur gemacht und sind auf den Peleponnese gefahren und haben natürlich die Akropolis besichtigt (ein MUSS). Das Besucherprogramm hat dann Cornelia abgerundet die ein paar Tage nach ihrem runden Geburtstag relaxt hat.

Schaut HIER die Bilder von unseren Gästen.

Mittlerweile sind auch die fast drei-monatigen Sommerferien in der Schule in Athen angebrochen. Aber das ist gut so. Denn wir haben derzeit über 40°C - da ist nicht mehr viel drin mit lernen.

Ihr seht also, Athen ist immer eine Reise wert. Neben Strand (wer's mag) sind zahlreiche kulturelle Dinge möglich. Frühes Anmelden sichert sich in jedem Fall unser einziges Gästezimmer. Ihr seid herzlich willkommen.

Es grüsst "Pension Sinnecker"


Montag, 30. April 2007

Dem Himmel so nah - Weltwunder in Meteora

Von wirsindwech, 11:36

Ca. 4 Autostunden von Athen entfernt in Thessalien befinden sich die Metéora-Klöster. Sie gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Name „Metéora“ leitet sich ab von „meteorizo“, was so viel wie „in der Luft schwebend“ bedeutet. Dieser Name beschreibt die Lage der Klöster, die auf einem hohen Felsen gebaut wurden, sodass sie bei dunstiger Luft manchmal zu schweben scheinen.
 
Die gesamte Anlage besteht aus 24 einzelnen Klöstern, von denen heute nur noch sechs bewohnt sind. Die restlichen achtzehn Klöster sind entweder zu schwer zu erreichen oder wurden wegen Einsturzgefahr verlassen. Die 6 zu besichtigenden Klöster sind mittlerweile recht gut erschlossen und man kann diese per Fußweg und zahlreichen Treppen erreichen. Früher waren diese nur per waghalsige Lastenaufzüge erreichbar. Man wollte dort eben völlig zurückgezogen leben.
Wundert Euch nicht über das merkwürdige Outfit von Tanja auf den Bildern. Nackte Beine sind tabu und Kleider bzw. Röcke werden lieber gesehen als Hosen; Hosen tragende Frauen werden in einigen Klöstern gebeten, sich eine Schürze vorzubinden (deswegen).
Das kleinste Kloster, Agía Triáda, war übrigens Drehort für den James Bond-Film "In tödlicher Mission". Ausserdem gelten die Felsen von Meteora zu den beliebtesten Kletterzielen in Griechenland.
Am Besten Ihr schaut Euch mal die Bilder in unserem Fotoalbum an.
 
Wer sich für geschichtliche Details interessiert:
Die ersten nachgewiesenen Einsiedeleien gibt es in Metéora seit dem 11. Jahrhundert. Im Laufe der Jahre wuchsen diese Einsiedeleien zu einer organisierten Gemeinschaft nach Vorbild des heiligen Berges Athos zusammen und bildeten das Kloster Doúpiani.
Mit der Ankunft des von Athos geflohenen Mönches Athanasios im Jahr 1334 begann der Aufstieg des Klosterlebens in der Region. Zusammen mit seinem geistlichen Ziehvater Gregorios und 14 weiteren Mönchen, gründete er 1344 das Kloster Metamórphosis, auch bekannt als Megálo Metéoro. Athanasios stellte die in Metéora gültigen Regeln des Klosterlebens auf und wurde nach seinem Tod als Athanasios Meteorites selig gesprochen. Im Verlauf des 14. Jahrhunderts wurden weitere Klöster errichtet und die Anlagen durch fromme regionale Herrscher wie König Symeon finanziell und durch die Gewährung von Privilegien unterstützt. Im Laufe der Jahre entstanden so etliche Klöster und Einsiedeleien, deren Gründer nur zum Teil namentlich überliefert sind.


Donnerstag, 12. April 2007

Delfi

Von wirsindwech, 18:19

Delfi, am Abhang des Parnass (übrigens auch Skigebiet) hoch über dem Golf von Korinth gelegen, ist eine der berühmtesten Kultstätten Griechenlands. Im Altertum war es als Orakelheiligtum des Apollo in der gesamten griechischen Welt hoch angesehen. Neben der Akropolis von Athen, neben Olympia und der Insel Delos ist Delfi die bedeutendste Ausgrabungsstätte. Die reichen antiken Reste und ihre einzigartige Lage in der Berglandschaft machen den Besuch zu einem Höhepunkt jeder Griechenlandreise.

Natürlich könnten wir Euch jetzt noch viele Seiten über die bewegte Geschichte von Delfi mit der berühmten Orakelstätte, dem Apollo Heiligtum, dem Heiligen Bezirk mit der Heiligen Straße, dem Theater und dem Stadion schreiben - doch wollen wir Euch hier nicht langweilen und Bilder sagen mehr wie tausend Worte. Deshalb hier der einfache klick in unser Fotoalbum.

Antike Grüße von den 4 Sinnies.


Mittwoch, 21. März 2007

Bikerparadies

Von wirsindwech, 14:40

Es ist schon toll. Da fährst Du keine 15min mit dem Auto aus der Stadt raus und bist im schönsten Naherholungsgebiet. Und Athen ist ja nun wirklich alles andere als eine kleine Stadt. 4 - 5 Mio. Einwohner (genaue Zahlen sind nicht bekannt) in einer Betonwüste, gewachsen ohne Bebauungsplan, jeder kleinste Raum ist kostbar und wird durch kurioseste Bauten aufgefüllt.

Drei Hausberge umgeben die Stadt. Der Ymitos begrenzt die Stadt nach Osten, der Penteli im Nordosten (praktisch direkt vor unserer Haustür) und der Parnitha im Westen. Im Sommer sind die Berge ein Fluch weil sie die Hitze und auch die Abgase so richtig schön in der Stadt einkesseln. Auf der anderen Seite sind sie eben ein tolles Naherholungsgebiet. Zum Glück schwärmen die Griechen an den Wochenenden nicht so aus wie die Münchner - denn sonst wären auch die vollkommen überfüllt. Und da man eben nur sehr begrenzt mit dem Auto die schöne Landschaft erkunden kann, nehmen nur wenige die "Last" auf sich, zu Fuss oder eben mit dem Fahrrad die Natur  zu erkunden.

Jeden Sonntag morgen trifft sich eine kleine Bikergruppe um den Penteli per Mountainbike zu bezwingen. Von oben hat man dann einen tollen Ausblick auf die komplette Betonwüste Athen aber auch zur anderen Seite über Attika - bei klarer Sicht auch rüber zum Peleponnese, auf die Inseln wie z.B. Evia und Kea und auch Richtung Norden ins Gebirge.

Letzten Sonntag sind wir dann mal "rüber" zum Parnitha gefahren. Hier befand sich auch 2004 die olympische Mountainbike-Strecke. Zum Glück haben die Waldbrände den Parnitha noch nicht heimgesucht. Ganz im Gegenteil zum Penteli, der leider seinen größten Baumbestand durch zahlreiche Waldbrände in den letzten Jahren verloren hat.

So genug der langen Auführungen. Bilder sagen mehr wie tausend Worte. Deswegen findet Ihr ein paar Fotos von unserer jüngsten Bike-Tour am Parnitha in unserem Fotoalbum.

 


Donnerstag, 08. März 2007

Philopappos Hügel

Von wirsindwech, 20:00

Der Philopappos Hügel befindet sich direkt neben der Akropolis. Schon von der Ferne sieht man das Philopappos Denkmal, das von den Athenern 116 n.Chr. zu Ehren von einem syrischen Prinzen und Wohltäter der Stadt errichtet wurde. Zwar kein grossartiges Monument, aber man hat einen herrlichen Blick von dort oben!

Der ganze Weg bis zum "Gipfel" des Hügels ist mit Marmor-Platten ausgelegt. Zwischendurch immer wieder historische Parkbänke aus Marmor und zahlreiche Überreste alter Gemäuer (wir Kulturbanausen - darf man das so nennen?)

Der gesamte Park auf dem Hügel ist praktisch übersäht mit historischen Stätten wie kleinen Kapellen, Höhleneingängen, das Gefängnis von Sokrates, Versammlungsstäten und so weiter und so fort.

Wer also Zeit hat, nach dem Akropolisbesuch sich noch weiter umzuschauen, ist hier gut bedient. Kultur satt.

Bilder davon findet Ihr wie immer in unserem Fotoalbum.

 


Donnerstag, 25. Januar 2007

So läßt sich der Winter aushalten ...

Von wirsindwech, 17:00

... na ja, in Deutschland war ja bisher auch kein richtiger Winter, oder?

Hier ist seit Anfang Januar fasst schon sommerliches Wetter (für deutsche Verhältnisse). Immer schöne Sonne und milde 18° - 20°C.

Kürzlich haben wir zwar die Ausläufer von Eurem Sturm aus Deutschland gespürt - war aber zum Glück nur ein Tag. Danach wieder bestes Wetter.

Das Wetter ist übrigens eine wirklich sicher Bank hier. Das ist mal was, worauf man sich verlassen kann. Verlässliche Dinge gibt es hier nämlich nicht oft. Es gibt sogar böse Zungen, die behaupten, dass das Wetter zum Glück nicht von Griechen erfunden worden ist, sonst wäre das wohl auch ...... na ja, Ihr wisst schon.

Und da das Wetter immer schön ist, hat sich Frank jeden Sonntag morgen (um 8:00h - am Sonntag!) einer biker-Gruppe angeschlossen. Da geht es dann rauf auf den Penteli (einer der drei Berge die Athen eingrenzen) auf 1.100m Höhe mit Supi-Ausblick auf die Stadt und die gesamte Region bis auf die Inseln und dem Peleponnes. Das entschädigt dann wirklich auch für das frühe Aufstehen am Sonntag morgen.

Wieder daheim angekommen hat die Familie schon das Frühstück gemacht und der frische Kaffee steht auf dem Tisch. Was will man mehr!?

Beste Voraussetzungen also, den Akku wieder aufzuladen, denn der wird im Laufe der Woche doch ziemlich beansprucht.

Ein paar Bilder dazu findet Ihr wie immer in unserem Fotoalbum.

Machts gut so long.

Eure 4 Sinnies


Montag, 11. Dezember 2006

Weihnachtslichter

Von wirsindwech, 16:10

Nun geht es wirklich auf Weihnachten zu. Man kann es nicht mehr übersehen. Überall sind Lichterketten in allen Variationen von Farben und Formen angebracht. Und das ist auch gut so, denn das Wetter erinnert derzeit nicht so sehr an Weihnachten. Letztes Wochenende konnten wir sogar noch mal draußen Frühstücken.

Es wirkt alles ein wenig Amerikanisch. Gut, das Weihnachtsfest hat hier nicht so die Tradition (das Osterfest ist da viel wichtiger). Der "Weihnachstmann" bringt die Geschenke entweder Heiligabend oder am 1. Weihnachtstag, vielleicht auch erst am 2. Weihnachtstag, bei manchen erst Sylvester oder gar erst Neujahr.

Wir hoffen bei uns kommt er wie gewohnt Heiligabend - sonst gibts Ärger mit den Jungs.

Wir haben für Euch mal ein paar bunte Weihnachtslichter eingefangen. Die Bilder findet ihr wie gewohnt in unserem Fotoalbum.

Wir wünschen Euch allen eine schöne Weihnachtszeit und kommt gut ins neue Jahr.

Eure 4 Sinnies


Freitag, 01. Dezember 2006

Vor-Weihnachtszeit

Von wirsindwech, 14:36

So langsam beginnt die Weihnachtszeit auch in Griechenland. D.h. es werden wieder massenweise Lichterketten in die Bäume, Fenster und Gärten gehängt. Die Stadt installiert auch wieder die Weihnachtsbeleuchtung bzw. repariert die Installationen, die den ganzen Sommer hängengeblieben sind.

Nachdem das Wetter im November schon etwas wechselhaft war (und die Temperaturen wahrscheinlich vergleichbar mit dem warmen Wetter in Deutschland) beginnt im Laufe des Dezembers dann so langsam der Winter in Griechenland. Schnee ist zwar noch nicht zu erwarten (der kommt normalerweise erst im Januar) aber wärmer wird es auch nicht.

Oma + Opa Samy sind den ganzen November zu Besuch gewesen um den grauen Novemberwetter in Deutschland aus dem Weg zu gehen. Die haben es hier sichtlich genossen und konnten soagr einige warme Strandtage mit einlegen. Bilder hiervon findet ihr HIER.

Demnächst werden wir mal einige Weihnachtseindrücke in Bildern einfangen und Euch dann wieder hier einstellen. Wir melden uns dann wieder dazu.

Wir wünschen Euch allen eine schöne Vor-Weihnachtszeit.

Viele Grüße von den

4 Sinnies


Montag, 13. November 2006

Erfahrungsbericht

Von wirsindwech, 17:02

Es ist mal wieder an der Zeit, einen kleinen Schwang aus dem Alltagsleben abzugeben. Vor kurzem hatten wir ja berichtet, was einem der Arbeitsalltag so bringt.

Einkaufen ist z.B. immer so ein Highlight, denn als Kunde hat man doch oft das Gefühl ein notorischer Störer der Raucher- und Frappépausen des anwesenden Personals zu sein (obwohl das auch kein großer Unterschied zu D ist).

Richtig interessant wird es allerdings erst an der Kasse. Dort geht nämlich unter Garantie etwas schief (und warum ist der griechische Wein hier eigentlich teurer wie in D?).

Erstaunlich ist, wie langsam man einscannen kann, ohne dass einem der Arm einschläft. Dann ist es so weit, die Artikelnummer geht nicht, oder auf den abgewogenen Tomaten steht Banane auf dem Etikett. Jetzt passiert etwas ganz Interessantes, die Dame an der Kasse nimmt nicht etwa einen Telefonhörer in die Hand, um die betreffende Abteilung auszurufen oder informiert die daneben stehende Info, damit weiterkassiert werden kann. Nein, man läuft in Zeitlupe durch den Markt, um den Vorgang zu klären. Und kehrt dann zum Glück noch vor Einbruch der Dunkelheit zurück.
Ich habe inzwischen entnervt die Kasse gewechselt, was sich als kapitaler Fehler erweisen sollte, denn das Schneckentempo war das gleiche, dazu addierte sich aber noch die Idiotie, der vor mir stehenden Kunden, die irgendwie Bedarf hatten, ihren Einkauf künstlich in die Länge zu ziehen. Dies taten sie sehr geschickt, in dem sie erstmal warteten, bis alle Waren über das Band rollten. Die Frau wollte zwischenzeitlich den Einkaufswagen rausschieben, was aber nicht so einfach war, da sich ihr Mann keinen Milimeter beiseite bewegte. Nach dem Bezahlen fing der Mann dann, da seine Frau mit Rumstehen beschäftigt war, an die Einkäufe seelenruhig in 3724 Plastiktüten zu verstauen. Arrrrgggghhhhhh!!!!!!!!!

Und teuer ist es. Der Einkauf beim Lidl in GR ist wirklich teurer wie beim Lidl in München.

In D ist wie in vielen Ländern die Chance genutzt worden, durch die Euroumstellung verschiedene Dinge zu verteuern. Landläufig und gefühlt, ist man der Meinung dass Dinge, die früher eine DM gekostet haben, heute einen Euro kosten. Also ein Faktor von 1 : 2.
In GR gilt dieser Faktor nicht, vielmehr scheint es eine 1 : 3 Regelung, bei der Umrechnung zur guten alten Drachme hin gegeben zu haben (die Olympischen Spiele haben den Umrechnungsfaktor sicher auch noch beeinflusst).

Interessanterweise haben z.B. Dienstleistungen immer einen runden Betrag:
Arztbesuch: mindestens 50,-€
Sickergrube absaugen: 70,-€ (egal wie voll die ist)
Garten pflegen: 80,-€

Wer ausserdem meint, dass man in Griechenland so gut fischen essen kann irrt sich nicht - denn den gibt es ja sozusagen vor der Haustür. Und der Fisch ist wirklich toll. Nur nicht die Preise - die kommen einem vor als würde der Fisch vom "Cap der Guten Hoffnung" kommen. Nicht allerdings der Service....

Apropos Dienstleistung: In unser Nachbarschaft haben viele einen Gärtner beauftragt (wir nicht!), Blätter und sonst irgendwelchen Unrat aufzuräumen und sauber zu machen. Lustigerweise nimmt aber niemand dafür einen Besen in die Hand - dafür wird stundenlang mit dem Gartenschlauch gespritzt. Und wenn es dunkel wird geht man dann zum Strand.

Ob es am Amazonas abenteuerlicher ist?  Wir fühlen uns jedenfalls wohl hier.


Donnerstag, 26. Oktober 2006

Michael und Adventure Park

Von wirsindwech, 06:55

Da hatte der Michael wirklich Pech gehabt - zumindest was das Wetter anging.

Eigentlich war es die ganze Woche kalt und regnerisch. Damit leider kein Strand für Michael, geschweige denn Baden. Auf der Akropolis hat es ihn fast runtergeblasen - somit mussten sich Michael und Tanja die Zeit mit Shopping vertreiben - gibt wohl auch Schlimmeres...

War trotzdem schön, dass Du uns besucht hast Michael - beim nächsten Mal ist das Wetter auch wieder besser. Hier ein paar Fotos.

Den Samstag nach Michaels Abreise sind wir dann in den Adventure Park gegangen - praktisch ein kleiner Klassenausflug mit Finn's Schulklasse.

Der ist wirklich toll. Sowas haben wir noch nirgendwo gesehen. Der Adventure Park befindet sich in einem Wald und zwischen den Bäumen sind Seile, Holzbalken oder ähnliches gespannt, auf denen man von Baum zu Baum balancieren kann. Natürlich immer gesichert mit Karabinerhaken am Seil. Man bekommt sogar vor Benutzung eine Einweisung.

Am Anfang des Parks fängt es mit niedrigen und einfachen Installationen für die Kleinen an. Je weiter man in den Park einmarschiert, desto schwieriger werden die Balanceübungen. Für Erwachsene sind Seile in 10m Höhe gespannt, an denen man mit Rollen weite Strecken durch den Park abrutschen kann. Genial.

Fotos vom Park findet ihr hier.

Bis die Tage

Eure Sinnies


Sonntag, 15. Oktober 2006

Gabi & Sibylle

Von wirsindwech, 21:08

Kürzlich sind Gabi & Sibylle zu Besuch gewesen. War zwar nur ein verlängertes Wochenende - haben aber das Beste draus gemacht. Vor allem hatten wir Glück mit dem Wetter. Denn kaum waren sie wieder abgereist, fing es heftig an zu Regnen. Und heftig heisst hier, dass Tanja sogar morgens nicht aus dem Haus kam um die Kinder zur Schule zu fahren. Dank der fehlenden Kanalisation verwandelt sich unsere Strasse "ruckizucki" zum reissenden Fluss - die Strasse (bzw. den Fluss) kann man dann nicht mehr überqueren.

Aber zurück zu Gabi & Sibylle. Sie hatten volles Program: Strand, Baden, Essen gehen, Akropolis, Shoppen - die Pflichttermine eben (und anstelle des bestellten "Bitter Lemon" wurde "Zitronenkuchen" serviert).

Bilder dazu findet Ihr (Ihr wisst schon) in unseren Fotoalbum.

Schön, dass Ihr uns Besucht habt. Hat Spass gemacht.

Eure 4 Sinnies.


Dienstag, 19. September 2006

Mykonos

Von wirsindwech, 20:12

Nun ist unser Mykonos-Urlaub ja eigentlich schon wieder einige Tage her, aber ich komme erst jetzt dazu, ein paar Zeilen zu schreiben.

Ist natürlich nicht meine Schuld - denn unsere Internetverbindung ging ganze sieben (7 !!!) Wochen nicht. Dabei wollten wir eigentlich nur eine schnellere DSL Leitung beantragen - aber es wurde bei dem griechischen Provider gleich ein mittel schweres Projekt draus gemacht.

Sei's drum - wo waren wir noch mal - ach ja, Mykonos.

Nachdem die Jungs noch 2 Wochen in Deutschland bei Oma und Opa waren, haben wir das gleich ausgenutzt um ein paar Tage nach Mykonos zu fahren. Es hatten sich zwar noch die Rie's eingeklingt, um die wir uns auch noch kümmern mussten, das ging aber ..... (obwohl die Birgit immer so "glotzt" ).

Am Hafen in Mykonos angekommen wollten wir uns eigentlich ein Taxi nehmen um uns dann in Mykonos-Stadt Mopeds auszuleihen. Nur sind am Hafen keine Taxis gewesen (warum auch, wenn dort nur die ganzen Touristen ankommen ...). Nach div. Telefonaten erfuhren wir, dass es wohl nur 30 (!!!) Taxen für die ganze Insel gäbe - und da hat man es dann nicht nötig auf Gäste am Hafen zu warten. Wir sind dann aber doch nach einer knappen Stunde weggekommen und sind mit den Scootern zum Hotel geknattert. Ab dann konnte der Urlaub beginnen.

Mit den Mopeds haben wir jeden Tag einen anderen Strand erkundet, im kristallklaren Wasser gebadet, schöne (und leider auch teure) Tavernen getestet, zum Sundowner in der Caprice-Bar einen Cocktail geschlürft, durch endlose Gassen in Mykonos-Stadt gebummelt (allerdings sehr zeitaufwendig, wenn man derart Interessierte dabei hat, die jeden Shop besuchen), Beach-Party mit Lagerfeuer mitgemacht - das ganze Programm eben. Genial.

Mykonos ist wirklich eine Reise wert - allerdings sollte man versuchen die Hauptsaison zu meiden und die richtigen Leute mitnehmen (was wir gemacht haben - nur um Missverständnisse zu vermeiden). Die Insel hat etwas besonderes.

Bilder dazu findet Ihr wie immer in unserem Fotoalbum.


Freitag, 11. August 2006

Ein typischer Arbeitstag ....

Von wirsindwech, 14:32

Weil mir grad' so ist nur ein wenig blabla, bis ich wieder arbeitsfaehig bin.

Sicher es gibt Ausnahmen - aber ich frage mich ob der allgemeine "Grieche" an sich nicht ab und an das Beduerfnis hat, sich nicht das immerselbe immer wieder sagen lassen zu muessen. Warum er mit Begeisterung in die Krise rennt, um dann nur zu jammern und sich zu bedauern - und in endlosen Meetings das immerselbe zu besprechen und zu beschliessen. Um es dann wieder nicht zu umzusetzen. Und zwar mit der Begruendung, dass es ja eh nicht klappt, wie man ja saehe.

Ich frag mich auch weshalb der Grieche an sich so gern an umstaendlichen und womoeglich gesundheitsschaedlichen Methoden festhalten will. Es scheint die Angst vor dem Neuen zu sein, die diese Profis davon abhaelt, mit einfacheren und besseren Methoden zu arbeiten. Aber immerhin haben sie ja akzeptiert, sich ins Auto zu setzen, weil das schneller und bequemer als der Esel ist. Und sie tragen Schuhe an den Fuessen, weil das schmerzfreier ist. Warum also die ganze anstrengende, zeitraubende Umstaendlichkeit?

Mir will auch diese Lust am Krisenmanagement nicht in den Sinn. Ok, hab oft genug gehoert "was interessiert mich ein Problem, das ich *moeglicherweise* morgen haben werde denn schon heute?" und ich bin immer wieder fasziniert, das die Lernfaehigkeit aus Fehlern gegen null, wenn nicht sogar unter null geht. Erst dachte ich, sie lieben das Problem und die Krise, hab mich aber davon ueberzeugen lassen, dass es eher die Hoffnung ist, die sie treibt. Die Hoffnung, dass ein Wunder geschieht und kein Problem auftaucht. Und wenn es noch so klar vorherzusehen ist.

Aber kann man denn nicht wenigstens lernen, dass vorhersehbare Probleme die Eigenschaft haben, Realitaet zu werden, es sei denn, man tut was dran? Wie stark ist die Wunderglaeubigkeit des Griechen wirklich?

Und dann jammern sie, dass nicht anerkannt wird, wie hart sie doch arbeiten - wenn alles zu spaet ist. Wenn sie den Karren tief und den Dreck gefahren haben und ihn nicht mehr rauskriegen, so sehr und so lange sie sich auch bemuehen. Ist so, als wenn einer auf ein Schlammloch zufaehrt, in der Hoffnung, seine Kutsche koennte ploetzlich schwimmen. Warum biegt der Kutscher nicht vorher ab oder ergreift sonst irgendeine Massnahme? Warum steckt er alle paar Meter im Schlamm fest und wundert sich, dass andere viel erfolgreicher sind, weil sie eine andere Strecke fahren?


Nur ein Beispiel: 4 Leute sitzen fuer 2,5 (ZWEIEINHALB) Stunden zusammen, um zu besprechen, ob der Fahrer morgen frueh erst nach A und dann nach B fahren soll oder erst nach B und dann nach A. Haette nicht viel gefehlt und sie haetten einen Unterausschuss gegruendet. Das Beste war: sie haben den Fahrer hinterher nicht informiert und so fuhr der... nirgendwo hin *gacker*. Da war danach dann aber gleich ein weiteres Meeting faellig.

Nun denn. In einem tue ich es meinen Kollegen tatsaechlich gleich: Es ist gleich 3Uhr und somit so gut wie Feierabend. Ich werde meine Kaffeetasse nehmen und im Schneckentempo zur Spuele gehen, um sie abzuwaschen. Bis dahin ist es halb 4, spaetestens jetzt muss ich anfangen, meinen Schreibtisch aufzuraeumen. Hoffentlich schaffe ich das auch in einer halben Stunde, schliesslich muss ich ueber jeden Bleistift einzeln nachdenken und wo ich ihn wohl heute lagern werde...


Jaja, der Weg ist weit nach Europa und voller, voller Stolperfallen...

Danke fuer's zuhoeren.
 

 

*wink*

PS: Sorry, Ioanni, Jorgo, etc. es gibt auch Ausnahmen - aber hier ist das so.


Montag, 10. Juli 2006

Wo ist Kyllini?

Von wirsindwech, 21:43

Kyllini ist auf dem Peleponnes - genauer gesagt West-Küste - mit Blick auf die Insel Zakynthos.

Und genau dorthin hat es uns in unseren kürzlich abgelaufenen Urlaub verschlagen. Natürlich Griechenland! Warum sollen wir auch woanders hinfahren wenn wir schon im einem Urlaubsland wohnen?

Warum eigentlich Kyllini? Na ja, weil uns das Hotel gefallen hat (zumindest vom Katalog) und weil Strand und Wasser sehr schön sein sollen. Sind es dann auch gewesen.

Wir haben die 10 Tage sehr genossen - auch wenn die Jungs nicht in den angebotenen Kinderklub wollten. Das hatten wir uns eigentlich anders vorgestellt. Aber die Pools waren einfach zu verlockend als das man sich woanders aufhalten sollte.

Bevor wir jetzt hier noch mehr beschreiben, schaut Ihr Euch am Besten die Bilder mal selber in unserem Fotoalbum an.

Viel Vergnügen.

Eure 4 Sinnies


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