Bikerparadies
Es ist schon toll. Da fährst Du keine 15min mit dem Auto aus der Stadt raus und bist im schönsten Naherholungsgebiet. Und Athen ist ja nun wirklich alles andere als eine kleine Stadt. 4 - 5 Mio. Einwohner (genaue Zahlen sind nicht bekannt) in einer Betonwüste, gewachsen ohne Bebauungsplan, jeder kleinste Raum ist kostbar und wird durch kurioseste Bauten aufgefüllt.
Drei Hausberge umgeben die Stadt. Der Ymitos begrenzt die Stadt nach Osten, der Penteli im Nordosten (praktisch direkt vor unserer Haustür) und der Parnitha im Westen. Im Sommer sind die Berge ein Fluch weil sie die Hitze und auch die Abgase so richtig schön in der Stadt einkesseln. Auf der anderen Seite sind sie eben ein tolles Naherholungsgebiet. Zum Glück schwärmen die Griechen an den Wochenenden nicht so aus wie die Münchner - denn sonst wären auch die vollkommen überfüllt. Und da man eben nur sehr begrenzt mit dem Auto die schöne Landschaft erkunden kann, nehmen nur wenige die "Last" auf sich, zu Fuss oder eben mit dem Fahrrad die Natur zu erkunden.
Jeden Sonntag morgen trifft sich eine kleine Bikergruppe um den Penteli per Mountainbike zu bezwingen. Von oben hat man dann einen tollen Ausblick auf die komplette Betonwüste Athen aber auch zur anderen Seite über Attika - bei klarer Sicht auch rüber zum Peleponnese, auf die Inseln wie z.B. Evia und Kea und auch Richtung Norden ins Gebirge.
Letzten Sonntag sind wir dann mal "rüber" zum Parnitha gefahren. Hier befand sich auch 2004 die olympische Mountainbike-Strecke. Zum Glück haben die Waldbrände den Parnitha noch nicht heimgesucht. Ganz im Gegenteil zum Penteli, der leider seinen größten Baumbestand durch zahlreiche Waldbrände in den letzten Jahren verloren hat.
So genug der langen Auführungen. Bilder sagen mehr wie tausend Worte. Deswegen findet Ihr ein paar Fotos von unserer jüngsten Bike-Tour am Parnitha in unserem Fotoalbum.
Donnerstag, 08. März 2007
Philopappos Hügel
Der Philopappos Hügel befindet sich direkt neben der Akropolis. Schon von der Ferne sieht man das Philopappos Denkmal, das von den Athenern 116 n.Chr. zu Ehren von einem syrischen Prinzen und Wohltäter der Stadt errichtet wurde. Zwar kein grossartiges Monument, aber man hat einen herrlichen Blick von dort oben!
Der ganze Weg bis zum "Gipfel" des Hügels ist mit Marmor-Platten ausgelegt. Zwischendurch immer wieder historische Parkbänke aus Marmor und zahlreiche Überreste alter Gemäuer (wir Kulturbanausen - darf man das so nennen?)
Der gesamte Park auf dem Hügel ist praktisch übersäht mit historischen Stätten wie kleinen Kapellen, Höhleneingängen, das Gefängnis von Sokrates, Versammlungsstäten und so weiter und so fort.
Wer also Zeit hat, nach dem Akropolisbesuch sich noch weiter umzuschauen, ist hier gut bedient. Kultur satt.
Bilder davon findet Ihr wie immer in unserem Fotoalbum.
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